In 30 Sekunden zum Mars… und schnell wieder zurück

Einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul. Dennoch muss ich an dieser Stelle eine kleine Rezension des 30 Seconds to Mars Konzertes gestern im Astra Kulturhaus bringen.

Ich hatte die Karten freundlicherweise von meiner lieben Freundin Steffi vom Plattenlabel der Band bekommen, und da es doch nichts netteres gibt, als das Wochenende mit Live-Musik einzuläuten, nahm ich diese Art der Abendgestaltung gerne wahr. Man muss im Vorhinein sagen, dass ich nun mal nicht so wirklich auf 30 Seconds To Mars und ihre Musik stehe, auch wenn Jared Leto schon ein dufter Kerl ist. Das hat er mir und meiner ebenfalls weiblichen Begleitung auch live beweisen können (Ihr erster Kommentar: Och, is ja schon ganz schön hot 😉 ). Was allerdings seine Son Goku-mäßige Frisur und die hässliche Jeansweste bezwecken sollten, wird uns wohl immer ein Rätsel bleiben.

Musikalisch war es auf jeden Fall gar nicht mal soooo schlecht, auch wenn ich wohl niemals ein Fan sein werde. Gerockt haben sie auch ganz nett. Vor allem die Interaktion mit dem Publikum gefiel mir. Schließlich ist das Konzept der Produktion des neuen Albums gewesen, die Fans und ihre Choräle zu in die Aufnahme zu integrieren. Schön, dass dies nicht nur ein PR-Gag war, sondern auch bei der Tour umgesetzt wird. Trotzdem war die Leistung der Herren schon ein bißchen schwach. Der ganze Spaß hat nämlich nur knapp eine Stunde gedauert und den treuen Fans, die auch noch 3 Zehner dafür hingelegt hatten, war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

Eben diese Fans waren für mich das Highlight des Gigs. Mir war zwar schon bewusst, dass die Band einen riesigen Fanclub plus super aktivem Street Team hat, aber dass es Männer (!!!) gibt, die der Band hinterher reisen, hätte ich kaum angenommen. Die Gespräche mit eben solchen Fans waren für mich letztendlich doppelt so interessant wie die Performance der Band selbst.

Auf dem Rückweg wurde ich in der Tram übrigens mal wieder mit der Verrücktheit Berlins konfrontiert: Nach nur einer Station stiegen nämlich ein paar Leute mit einem Kinderwagen ein, in dem statt eines Kindes eine Lautsprecher Box saß aus der lauter Techno tönte. Da ich saß wurde dieser auch zum Glück nur direkt vor meiner Nase abgestellt. Die Besitzer waren druff wie Nachbars Lumpi, hatten sich und den Kinderwagen in Stofffetzen eingewickelt und konnten so gar nicht verstehen, dass die Fahrgäste die Musik nicht so klasse fanden wie sie. Manchmal kann eine 15-minütige Fahrt echt lang sein…

Meine Mitbewohnerin hat es heute morgen dann schön auf den Punkt gebracht: Gestern Abend war auf jeden Fall Freakenhausenunterwegs 😉


2 Gedanken zu “In 30 Sekunden zum Mars… und schnell wieder zurück

  1. hello schwesterherz,
    mann, mann, mann… auch wenn´s nicht so toll war, ich hätte den herrn leto schon mal gerne live gesehen. na ja, man kann eben nicht alles haben. dafür habe ich ja herrn leo 😉
    lg in die große stadt

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