Dem Fremden die Hände reichen

Pink Clouds / Pinke Wolken (c) Kathrin Eß / kathriness.com
Über die letzen 15 Jahre meines Lebens habe ich so viele interessante und wunderbare Menschen kennengelernt. Immer wenn ich hier etwas von ihnen sehe oder lese, bin ich stolz sie zu kennen.
Bevor man jemanden kennenlernt, ist man sich fremd, hat keine Ahnung wie die andere Person ist, was ihre Absichten sind. Das kann ganz schön angsteinflößend sein, und man ist versucht, sich lieber zuhause einzuschließen, das Fremde fremd sein zu lassen, ihm keine Chance zu geben, und es von vornherein abzulehnen.
Doch ich spreche aus Erfahrung, dass man lernen kann dem Fremden zu begegnen, sich daran zu gewöhnen. Man kann lernen Andersartigkeit zu tolerieren, Neues durch sie zu entdecken, für sich selbst davon zu profitieren. Man kann gemeinsam mit dem Fremden wachsen, sich selbst darin finden, und dann etwas Neues schaffen, das das Gewohnte und das Fremde vereint.
Das klingt schwer, wenn man es noch nie versucht hat. Aber klingt nicht so vieles erst einmal schwer, ist aber in Retrospektive doch so leicht?
Heißt es nicht, dass man nichts gewinnen kann, wenn man nichts wagt? Auch wenn man mir das nicht glaubt, bin ich ein ziemlicher Angsthase. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, hab ich mich selbst immer mit dem Fremden, dem Unbekannten konfrontiert. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, bin ich ein glücklicher Mensch. Dieses Glück wünsche ich wirklich jedem, doch dafür müssten alle auch ein wenig arbeiten, für eine Weile ihre Angst ignorieren. Sie müssten dem Fremden die Hände reichen, sich öffnen und dann auch – ganz langsam – ihre Herzen.


Ein Gedanke zu “Dem Fremden die Hände reichen

  1. Toll geschrieben! Wort für Wort… Genau so ist es und ich wünschte, alle Menschen würden das so sehen. Was wäre die Welt dann für ein schöner Ort…
    Ich grüß euch lieb und hoffe, Ihr hattet schöne Ostern! ❤️

    Gefällt 1 Person

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