Der Gärtner

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Und so stehe ich hier, mit Gummistiefeln und Handschuhen, mit Schaufel und Schere, in der Wildnis meiner Gedanken, weiß wie so oft nicht, wo ich beginnen soll. Ich kann nicht unterscheiden, was ist Unterkraut, was sind Pflanzen, begreife nicht, was weg muss, was mir am Ende einen Nutzen zollt. Also beginne ich einfach, buddle hier, schneide dort. Ich pflanze und sähe, behalte und schmeiße fort. Ich forme, was ich mag, ich schenke ihm Raum, lass es gedeihen. Ich höre nie auf, selbst im Winter nicht, verbringe jeden Tag im Freien. Ich sehe die Schwielen an meinen Händen, die gebückte Haltung meines Seins. So pflege ich meine Seele, bin der Gärtner meines Schicksals, der Gestalter meines Scheins.


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